OI
DA!

Der will uns wohl verschaukeln. Das dachten sich viele als Fabian 2017 eine mit Wein befüllte Boje im Neusiedlersee verankerte, um den riskanten Versuch zu wagen, die Erkenntnisse des legendären Louis Gaspard D‘Estournel (*1753), auch hier zu gewinnen. Der umtriebige Weinfreak erkannte, dass stete Bewegung (im Schiffsbauch) dem Wein ausgesprochen gut tut. Schaukeln bringt‘s! Fabians Versuch ist mittlerweile zu seinem hochprämierten, Signature Wein gereift. Der auf eine Boje limitierte Jahrgang wird nur in Jahren mit ausreichendem Wasserstand im See verankert. Dementsprechend war der letzte Jahrgang 2020.
Hier gibt es nur mehr wenige Restflaschen.

Wir sind Weinbauern.
Und wir haben Freude dran.

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DONGSCHE, LOUIS!

Louis-Gaspard d`Estournel (*1753; †1844) war ein Junggeselle einer alten Weinbauernfamilie aus Saint-Estèphe. Er ist nicht nur der Gründer des weltberühmten Bordelaiser Weingutes Château Cos d’Estournel, sondern auch der Erste, der begriff , wie sehr der Wein gewinnt, wenn er schaukeln darf.

Was Fabian Sloboda aber mit dem befreundeten Künstler Nikolaus Eberstaller weiterentwickelt hat, ist ein weitaus weniger umständlicher Weg zum Ziel: Boje statt Dreimaster. Louis-Gaspard d`Estournel handelte per Schiff nach Afrika, Arabien und bis nach Indien. Er verkaufte seine Weine bei sehr illustren Typen: den Mogulen, den Königen und Fürsten in Indien sowie auch bei den Sultanen der Küstenregionen. Doch der Markt und die Nachfrage nach Wein brach nach einiger Zeit zusammen und die Geschäfte liefen schlecht. So musste er alle Weinfässer, die bereits verschifft wurden wieder zurückholen. Als er dessen Qualität mit der zuhause verbliebenen Charge verglich, verflog seine schlechte Laune schneller als gedacht: der vielgereiste Wein schmeckte großartig. Noch mehr, er schmeckte besser als jener, der bei ihm im Keller lagerte. Louis erkannte recht bald, dass das stete Schaukeln im Schiffsbauch dem in Holzfässern gelagerten Wein guttat. Er nutzte die Erkenntnis, um einen Marketingcoup zu landen: die zurückgekehrten Weine stempelte er mit einem „R“ für „retour des Indes“ – zurück aus Indien. Der Wein ging weg wie warme Semmeln. Also entschied er, dass ab nun alle seine Weine eine Schiffsreise unternehmen sollten, bevor sie in den Verkauf gelangen durften. Ökologisch völlig unbedenklich, denn Schiffe fuhren damals alle noch mit Wind.

Wer etwas erleben will, muss etwas wagen. Der Wellentänzer war das Wagnis wert …

2018 – als die Weinfreunde bereits begeistert auf Fabian Slobodas Projekt reagierten, startete
Fabian Slobodas Kooperation mit dem jungen Weingut Irsslinger am Schweizer Zürichsee.